Seit Jahrhunderten erscheinen Katzen in bemerkenswerten Kunstwerken. Diese Galerie zeigt Gemälde und Drucke von Renoir, Steinlen, Louis Wain, Kuniyoshi, Franz Marc und weiteren Künstlern, die in Purrfecto zu Puzzles werden.
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Eine Galerie für alle, die Katzen und Kunst lieben
Manche entdecken Purrfecto wegen ihrer Liebe zu Katzen. Andere erkennen einen Künstler oder möchten unbekanntere Werke kennenlernen. Besonders spannend ist die Verbindung beider Interessen: zu sehen, wie verschiedene Jahrhunderte Gesten, Blicke und Persönlichkeit von Katzen eingefangen haben.
Katzenkunst-Galerie
Neun Katzenkunstwerke in Purrfecto
Impressionismus · 1882
Mädchen und Katze
Pierre-Auguste Renoir
Mädchen und Katze fängt die Sensibilität von Pierre-Auguste Renoir für flüchtige Intimität und jugendliche Gegenwart ein. Ein junges Mädchen sitzt still, während eine Katze hervorguckt, um eine Pflanze zu untersuchen; die Interaktion schwebt zwischen Neugier und Aufmerksamkeit. Renoirs lose, schimmernde Pinselstriche lösen feste Konturen auf, sodass Haut, Stoff und Fell denselben vibrierenden Farben- und Lichtbereich teilen. Anstatt eine Geschichte zu erzählen, verweilt das Gemälde bei der Empfindung—die Wärme der Nähe, die Vorfreude des Berührens, die Stille vor der Bewegung. Die Szene verkörpert Impressionismus’ Ziel, gelebte Erfahrung als etwas, das man fühlt, unmittelbar und sanft instabil, darzustellen.
Art Nouveau · 1896
Le Chat Noir
Théophile Steinlen
Théophile Steinlens Plakat „Le Chat Noir“ wurde zu einem prägenden Bild des Pariser Montmartre und zu einer Ikone der Werbung im Art Nouveau. Ursprünglich für die Ankündigung einer Tournee des berühmten Cabarets geschaffen, zieht die starr und frontal dargestellte schwarze Katze den Blick schon aus der Ferne unweigerlich auf sich; ihre markante Silhouette ist ganz auf die Wirkung im modernen Straßenraum hin entworfen. Der rote, haloartige Hintergrund, der an mittelalterliche Rosettenfenster erinnert, erhebt das Maskottchen des Nachtlebens beinahe zum modernen Kultbild. Weit über seine werbende Funktion hinaus verdichtet das Plakat die Vorstellung vom bohèmehaften Paris, vom künstlerischen Aufbruch und vom theatralischen Geist der Belle Époque.
Victorianisches Zeitalter · 1890
Katzestudie
Louis Wain
Diese Katzestudie von Louis Wain stammt aus der Zeit, bevor seine Arbeit eindeutig fantastisch wurde, als genaue Beobachtung noch seinen Stil leitete. Die breiten grünen Augen der Katze treffen den Betrachter direkt und vermitteln Wachsamkeit und stille Intelligenz, während sorgfältig aufgelegte Striche die Weichheit und Dichte des Fells beschreiben.
Umgeben von reichfarbigen Blumen wird die Katze zu einem natürlichen Motiv und zu einem dekorativen Mittelpunkt. Die blumige Umgebung mildert die Komposition, ohne sie zu überwältigen, und deutet auf Wains wachsendes Interesse an Muster und Stimmung hin. Werke wie dieses halfen, die Katze in der späten viktorianischen Kultur neu zu definieren – nicht als Hintergrundpräsenz, sondern als ausdrucksstarke individuelle Erscheinung, die einer fokussierten Porträtierung würdig ist.
Edo-Zeit · 1830
Vier Katzen in unterschiedlichen Posen
Utagawa Kuniyoshi
Dieser intime Druck isoliert vier Katzen vor schlichtem Grund und verwandelt alltägliche Bewegungen in ein stilles Studium der Form und des Verhaltens. Jede Figur verkörpert einen eigenen Zustand — wache Aufmerksamkeit, verschlungene Ruhe, gespannte Kratzbewegung und balancierte Bereitschaft — und ist mit fließender Kontur und feiner Farbigkeit dargestellt. Vom erzählerischen Zusammenhang gelöst, richtet die Komposition den Blick ganz auf die genaue Beobachtung. Kuniyoshi, der vor allem für seine theatralische Satire berühmt ist, zeigt hier eine bemerkenswerte Disziplin im Erfassen von Anatomie und Temperament. Die reduzierte Anordnung erinnert an die Tradition des Studienblatts im Ukiyo-e, in der Künstler Form und Ausdruck jenseits aufwendiger Erzählungen erkundeten. So entsteht ein Werk, das zugleich liebevoll und analytisch ist und erkennen lässt, wie vertraut dem Publikum der Edo-Zeit die ausdrucksvolle Körpersprache alltäglicher Katzen gewesen sein muss.
Moderne Kunst · 1912
Mädchen mit Katze II
Franz Marc
Mädchen mit Katze II ist eine der seltenen Erforschungen der menschlich-tierischen Intimität von Franz Marcs expressionistischer Periode. Ein Mädchen schmiegt eine Katze an sich, deren Körper zu einer einzigen, fließenden Form verschmolzen ist, aufgebaut aus geschwungenen Linien und gesättigten Farben. Marc unterdrückt Details zugunsten von Rhythmus und Harmonie, wodurch Rot-, Grün- und Blautöne emotionale Gewicht verleihen statt beschreibende Bedeutung. Die Katze ist kein Accessoire, sondern eine gleichberechtigte Präsenz, deren Form die Arme des Mädchens widerhallt und das Gefühl der Einheit verstärkt. Im Gegensatz zu Marcs symbolischeren Tierwerken bietet dieses Gemälde einen Moment stiller Ausgewogenheit — Mensch und Tier vereint in Stille, Zärtlichkeit und geteiltem ruhigem Zustand.
Impressionismus · 1875
Frau mit einer Katze
Pierre-Auguste Renoir
Frau mit einer Katze spiegelt Renoirs Faszination für Intimität, Wärme und die ruhigen Freuden des täglichen Lebens wider. Die Frau wird in einem Moment der Gelassenheit dargestellt, ihr Ausdruck sanft und vertieft, wiedergegeben mit weichen, fließenden Pinselstrichen, die Atmosphäre über scharfe Details stellen. Die Katze in ihren Armen vertieft das Gefühl von häuslicher Ruhe und fungiert weniger als Symbol denn als greifbare Gegenwart – Fell, Wärme und Gewicht. Renoir vereint Figur und Tier durch schimmerndes Licht und vermischte Farben und löst feste Konturen zugunsten der Harmonie auf. Das Ergebnis ist kein formales Porträt, sondern ein flüchtiger Eindruck von Nähe, Zärtlichkeit und gelebtem Komfort.
Shin-hanga · 1930
Schwarze Katze und Tomatenpflanze
Takahashi Hiroaki
Im Kontext der Shin-hanga-Bewegung verbindet Hiroaki die traditionelle Handwerkskunst des Ukiyo-e mit einer modernen Sensibilität für die stillen Augenblicke des Alltags. Die Komposition ist sorgfältig ausbalanciert: Die aufragenden Stängel der Tomatenpflanze durchschneiden die gespannte horizontale Gestalt der Katze und erzeugen so einen feinen visuellen Dialog zwischen Wachstum und gespannter Ruhe. Obwohl vordergründig nichts Dramatisches geschieht, ist die Szene von stiller Erwartung erfüllt. Die Haltung der Katze verrät höchste Konzentration, ein Innehalten unmittelbar vor der Bewegung, und verkörpert damit in exemplarischer Weise das Shin-hanga-Ideal, in den flüchtigen Momenten des gewöhnlichen Lebens eine leise Dramatik und besondere Schönheit zu entdecken.
Barock · 1660
Eine Katze stiehlt Fisch
Giuseppe Recco
Giuseppe Recco spezialisierte sich auf wirkungsvolle Stillleben mit Meeresfrüchten, Küchenutensilien und den reichen Gaben des Marktes. In diesem Gemälde erhebt er einen alltäglichen Vorratsraub zu einer geradezu theatralischen Szene. Eine Katze stürzt sich entschlossen auf einen umgekippten Korb voller Fische, Krabben und Hummer und lässt die Beute über die dunkle Tischplatte gleiten. Reccos meisterhafte Lichtführung bringt die feuchten Schuppen und glänzenden Schalen vor tiefem Schatten zum Leuchten — ein charakteristisches Merkmal des barocken Naturalismus unter dem Einfluss Caravaggios. Die schelmische Katze verleiht dem Bild eine humorvolle Note und verwandelt ein traditionelles Stillleben in eine lebendige Erzählung von Versuchung, Instinkt und kontrolliertem Chaos. Zugleich offenbart die Szene eine zeitlose Wahrheit: Bleiben Meeresfrüchte unbewacht, wird eine entschlossene Katze nicht lange zögern.
Ende des 19. Jahrhunderts · 1880
Ingwer-Katze
Clémentine Nielssen
Dieses Werk ist eine selbstbewusste und zugleich einfühlsame Studie katzenhafter Präsenz, geprägt vom viktorianischen Naturalismus und von malerischer Wärme durchdrungen. Clémentine Nielssen widmet der stofflichen Erscheinung des Tieres besondere Aufmerksamkeit: das weiche Brustfell, die Geschmeidigkeit des Schweifs und die feinen Abstufungen der Fellfarbe betonen seine körperliche Präsenz ebenso wie seine stille Autorität.
Anstatt die Katze zu vermenschlichen, begegnet Nielssen ihr als einem Wesen von eigener Würde — aufmerksam, beherrscht und ganz in seiner Umgebung beheimatet. Die gedämpfte Innenraumszene und die zurückhaltende Farbpalette lassen die reichen Töne des Fells die Komposition bestimmen und bekräftigen die Rolle der Katze als eigentliches Zentrum des Bildes. Werke dieser Art spiegeln das wachsende Verständnis des späten 19. Jahrhunderts wider, Tiere nicht nur als schmückendes Beiwerk des menschlichen Lebens, sondern als eigenständige und würdige Gegenstände der Porträtkunst zu begreifen.
Die Katzenkunst hinter dem Spiel
Die Sammlung reicht von stillen häuslichen Szenen über plakative Theaterkunst und viktorianische Porträts bis zu japanischen Drucken und barocken Stillleben. Beim Puzzeln lassen sich Details entdecken, die bei einem flüchtigen Blick leicht verborgen bleiben.
Über diese Auswahl
Titel, Künstler, Daten und Kurztexte stammen aus dem redaktionell gepflegten Purrfecto-Katalog. Mit „um“ gekennzeichnete Daten sind Näherungswerte. Die Galerie der App wird regelmäßig erweitert.